Die Zahl 7 hat ja immer etwas magisches. Der siebte Tag. Sieben Weltwunder, sieben Zwerge, das verflixte 7. Jahr einer Ehe… Nur sieben Berge mussten wir heute – auf unserer siebten Etappe – nicht bezwingen, nur einen.
Und die Zahl der Brücken haben wir nicht gezählt, es waren aber auf jeden Fall mehr als sieben.
Den zurückgelegten Weg habe ich Euch wie immer auf gpsies.de dokumentiert. 29 Kilometer sollten vor uns liegen.
Warum diese Etappe unsere Tour für immer verändern sollte, lest Ihr weiter unten…




Ob das war zu bedeuten hat?

Wir wandern zunächst ein kurzes Stück entlang der „Heidebahn“ in Richtung Süden.

Nein! Ein Geocache!

(Eisenbahnfuzzys sagen da „Nachschuss“ zu und ist eigentlich verpönt, aber hier sind ja nicht nur Eisenbahnfuzzys unterwegs, da kann ich das ja mal zeigen.)
Wir verlassen die Bahnstrecke und gehen in das Pietzmoor.



Also wenn man sich vor diesem Schild auf die Klappe legt ist es eine fremde Gefahr?





„Häbe“ muss wohl der Ortsname in der lokalen Sprache sein. Welche ist das? Vielleicht „Alkoholisch“? Also wenn die Dorfjugend zum Taxifahrer sagen muss wo sie hin möchte? „Ssschullljung, isch möchttttte naaach Häääbeee…..“
Ohje, hoffentlich liest das kein



Ein typisches Niedersächsisches Dorf halt 🙂
Und dann passiert etwas, womit wir nicht gerechnet haben!
Wir haben uns verlaufen! Jawohl! Ganz in ein Gespräch verwickelt vergessen wir doch tatsächlich einmal rechts abzubiegen! Und nun? Taxi rufen? Wo sind wir? Kurz die Orientierung orientiert und den ganzen Weg zurück gelaufen! Jawohl! Zumindest fast. Aber immerhin 150 Meter mussten wir tatsächlich wieder zurück gehen. Was für ein Umweg! Dafür nimmt der moderne Mensch ja nun schon meist ein Auto.
Eine kleine Pause machten wir im „Melkhus“. Mit Eis und anderen leckeren Sachen im Magen konnten wir unsere Wanderung in Richtung Süden fortsetzen.









Hier aus der Durch-Den-Zaun-Perspektive






Gleich gegenüber, etwas versteckt im Wald, jedoch noch mit voller Geräuschkulisse des Parks – Glücksschreie von vergnügten Menschen – liegt ein Gefangenenlagerfriedhof. Von 1914 bis 1921 wurden hier Kriegsgefangene gehalten.

Gleich neben dem Friedhof fanden wir einen Geocache, der unsere Wanderung für immer verändern sollte…
Darin befanden sich Mülltüten, mit der Bitte, Unterwegs doch ein wenig Müll aufzusammeln.
Uns das taten wir dann auch…


So beschlossen wir, auf jeder Etappe in Zukunft eine kleine Tüte Müll zu sammeln um zumindest diese Fleckchen Erde ein wenig von unserem Zivilisationsmüll zu befreien.
Weiter ging es durch den Böhmewald, eine landschaftlich wirklich schöne Strecke mitten nach Soltau rein.
Langsam fingen Beine und Füße an zu schmerzen, so dass wir uns auf herumstehende Stühle setzten. Dass dann dahergeplapperte Worte „Zwei Bier und Hacksteak mit Pommes bitte“ bewirkten, dass dergleichen plötzlich vor unseren Nasen standen, kann ja keiner ahnen.



Das erinnert uns doch…



29 Kilometer haben wir heute geschafft. Eine ordentliche Leistung! Das Gefühl hiernach kennen wir inzwischen, lässt sich jedoch kaum umschreiben. „Glücklich erschöpft“ trifft es ganz gut. Auch hierfür waren wir wieder einen ganzen Tag unterwegs.
Immer wieder toll, etwas Anderes zu sehen!
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